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Qualitätssiegel - von Kunden vergeben

 

 

Malermeister Clemens Noreisch erhält 100 000. Bewertung in deutschlandweiter Aktion

 

 

Wie zufrieden ein Kunde mit seiner Leistung ist, erfährt ein Handwerksmeister vielleicht durch ein mehr oder weniger großes Trinkgeld oder wenn sich neue Kunden einstellen, die von anderen Lobendes über ihn gehört haben. Aussagekräftiger aber ist eine Kundenbewertung im qih-Qualitätssiegelverfahren, bei dem Kunden die Qualität im Handwerk (qih) mit Noten bewerten. Die 100 000. Kundenbewertung in diesem Verfahren kam jetzt aus Frankfurt. 

 

Seit drei Jahren schon lässt der bereits mit mehreren Preisen geehrte Frankfurter Malermeister Clemens Noreisch seine Aufträge von Kunden in dem Verfahren der Fördergesellschaft Qualität im Handwerk bewerten. 187 Bewertungen hat er aktuell. Und weil diese ihm insgesamt ein "Sehr gut" bescheinigen, darf sein Betrieb auch das qih-Qualitätssiegel tragen.

 

Auch Klaus-Peter Färber, Innungsobermeister der Friseure und Geschäftsführer der Frankfurter Figaro GmbH, ist mit der Arbeit von Noreisch und seinem Team mehr als zufrieden. Vor allem im Stammsitz im Marienbad hat der Malermeister schon mehrfach seine Handschrift hinterlassen, besonders auffällig an der Fassade. Deshalb hat ihn der Friseurmeister auch mit einem eigentlich ganz kleinen Auftrag bedacht. "Wir wollten alte Möbel, die noch gut in Schuss waren, wieder nutzen", erzählt Färber. Noreisch hat ihnen einen neuen Anstrich verpasst, sodass sie jetzt wie neu den Kosmetiksalon im Haus schmücken. Fünfmal die Eins und einmal die Zwei hat Färber auf der Bewertungskarte dem Maler für seine Arbeit bescheinigt.

 

"Wir haben das System so einfach und überschaubar wie möglich, aber auch objektiv und real gestaltet, erklärt Volker Kreft von der qih-Fördergesellschaft. "Der Aufwand ist für die Kunden gering. Trotzdem ist das System transparent. Es stehen reale Kunden dahinter und wir überprüfen die Wertung auch, wenn uns Unstimmigkeiten auffallen", erklärt er.

 

Noreisch bittet alle seine Kunden, ihn in dem Verfahren zu bewerten. "Das hilft uns, zu erkennen, wo wir noch Potenziale haben und besser werden können und müssen", sagt er. Dass sich für Färber der kleine Aufwand nun auch gelohnt hat, freut den Malermeister. Denn für die 100 000. Bewertung gab es von der qih einen Reisegutschein im Wert von 300 Euro.

 

Märkische Oderzeitung, 13.01.2011